Syrische Flüchtlinge brauchen Hilfe

Syrische Flüchtlinge brauchen Hilfe

HEKS leistet Nothilfe in Syrien

Ost-Ghouta, nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus, geriet 2013 unter die Kontrolle der Rebellen. Durch die Belagerung der syrischen Armee war die Region praktisch vollständig von der Umwelt abgeschnitten. Die humanitäre Lage war katastrophal, die Grundversorgung stark eingeschränkt: Rund 400’000 Menschen hatten kaum Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Humanitäre Hilfe erreichte die eingeschlossenen Menschen nur sporadisch – letztmals im Oktober 2016.

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Im Februar 2018 eskalierten die militärischen Auseinandersetzungen. Nach einer Serie von Angriffen durch die Rebellen startete die syrische Armee eine Offensive auf Ost-Ghouta. Über 1600 Zivilisten verloren ihr Leben, Tausende wurden verletzt. Die öffentliche Infrastruktur wurde komplett zerstört. Über fünfzigtausend Menschen mussten fliehen.

Nur ein paar Monate später, im Juli 2018, fand eine weitere militärische Offensive in der südlichen Provinz Dara’a statt. Dara’a ist neben der nordwestlichen Provinz Idlib eine der letzten Regionen, die noch unter Kontrolle der Rebellen stand. Durch die Kämpfe wurden geschätzte 325’000 Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben der UN ist das eine der grössten Vertreibungen seit dem Beginn des Kriegs in Syrien.

Lebensmittel und Hygieneartikel

Aufgrund dieser humanitären Katastrophe unterstützt HEKS durch seinen lokalen Partner GOPA die Betroffenen in Ost-Ghouta und Dara’a mit Lebensmitteln und Hygienepaketen für Kleinkinder. Zusätzlich unterstützt HEKS die Instandsetzung von Unterkünften in Ost-Ghouta, für diejenigen, die wieder nach Ost- Ghouta zurückkehren möchten. Rund 40’000 intern Vetriebene (das sind rund 8100 Familien) in Ost-Ghouta und Dara’a erhalten Lebensmittelpakete. Rund 500 Menschen wird die Rückkehr nach Ost-Ghouta durch die Instandsetzung von Unterkünften ermöglicht.

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HEKS hilft in Syrien

HEKS ist seit 2013 in der Region tätig, zunächst im Libanon, seit 2015 auch im Nordirak und seit 2016 in Syrien. Die lokale Partnerorganisation GOPA («Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and All the East») leistet seit Ausbruch des Krieges humanitäre Hilfe in Syrien. GOPA ist eine kirchliche Organisation, verfügt über ein breites Netzwerk und arbeitet unabhängig von der syrischen Regierung.

HEKS ist auf Spenden angewiesen, um die vertriebenen Menschen in Syrien mit dem Nötigsten zum Überleben zu versorgen. Vielen Dank!

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Spenden bitte per Onlineformular oder per Einzahlungsschein auf das PC-Konto 80-1115-1 mit dem Vermerk «Nothilfe Syrien».

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Oktober 2018

«Soweit das Auge reicht eine zerbombte Landschaft»

Mark Mullan ist HEKS-Regionaldelegierter im Nahen Osten. Im Juni war er bei einer Verteilung in Ost-Ghouta anwesend. Zum Interview

Kontakt:

Olivier Schmid
Abteilung Medien und Information
Tel.: 044 360 88 27

E-Mail: olivier.schmid@heks.ch

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